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Ratgeber

25p in 50p: verdoppelte Bilder – Fehler oder Lieferformat?

Wer 25p-Material in einer 50p-Sequenz schneidet oder als 50p ausgibt, bekommt jedes Bild zweimal. Das ruckelt nicht im eigentlichen Sinn – die Bewegung bleibt gleichmäßig –, es sind aber keine echten 50 Bilder pro Sekunde. Ob das ein Problem ist, hängt davon ab, was geliefert werden soll.

Wann das in Ordnung ist

Verlangt der Kunde oder Sender 50p als Lieferformat und das Material ist 25p, ist die Verdopplung üblich und meist gewollt. Ob Material mit niedrigerer Bildrate zulässig ist, steht in den technischen Lieferbedingungen – im Zweifel dort nachsehen.

Wann es ein Fehler ist

  • Nur ein Abschnitt ist verdoppelt, der Rest hat echte 50 Bilder: Dann ist ein Clip auf 50 % verlangsamt oder hat die falsche Bildrate. Verlangsamter Clip
  • 50p-Material wurde als 25p behandelt – etwa über eine 25p-Sequenz ausgegeben und danach wieder auf 50p gebracht. Dann fehlen echte Bewegungsphasen.

Lösungen in Premiere Pro

  • Darf in 25 fps geliefert werden: Sequenz → Sequenzeinstellungen → Zeitbasis (Timebase) auf 25 stellen und so ausgeben.
  • Echte 50 Bilder pro Sekunde verlangt: Clip → Videooptionen → Zeitinterpolation (Clip → Video Options → Time Interpolation) → „Optischer Fluss“ (Optical Flow). Das Ergebnis Bild für Bild kontrollieren – bei schnellen Bewegungen können Schlieren entstehen.
  • Bildrate der Clips prüfen: Spalte „Medien-Framerate“ (Media Frame Rate) im Projektfenster.

In After Effects

Ebene → Frame-Überblendung → Pixel-Bewegung (Layer → Frame Blending → Pixel Motion) und den Schalter „Frame-Überblendung“ der Komposition einschalten – dann errechnet After Effects die Zwischenbilder.

Andere Ursachen für Ruckler: Video ruckelt nach dem Export.

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